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Die Idee ist einfach und bestechend: Landwirtschaftliche Produzentinnen und Produzenten schliessen sich mit städtischen Konsumentinnen und Konsumenten zusammen. Mittels Jahresverträgen verpflichtet sich die Konsumentenseite zur Abnahme der Produkte, die Produzentenseite hat entsprechend eine Abnahmegarantie und trägt ein weniger hohes Risiko.

Davon profitieren beide: Denn die Betriebe erhalten den zuvor ausgehandelten Preis für ihre Produkte, die Konsumierenden zahlen faire Preise, da kein Zwischenhändler und keine Zwischenhändlerin eine Marge für sich beansprucht. Ausserdem ermöglicht die Vertragslandwirtschaft eine vermehrte und konsequente Unterstützung des lokalen Kleingewerbes, einen nachhaltigen und ökologischen Konsum und eine Wiederannäherung von Stadt und Land.

Die Idee der Vertragslandwirtschaft ist zwar neu für Bern, nicht aber für die Westschweiz. Dort gibt es bereits 24 ähnliche Projekte, das älteste davon, der Jardin de Cocagne, besteht seit dreissig Jahren.

Am 15. Dezember 2009 wurde in Bern der von der Organisation attac initiierte Verein soliTerre gegründet. Durch Vertragsabschlüsse verpflichten sich konsumierende Haushalte für ein Jahr, wöchentlich einen Produktekorb von sechs Biobetrieben aus der Umgebung zu empfangen. Im Korb befinden sich Kartoffeln, Gemüse, Obst und sporadisch andere selbst erzeugte Nahrungsmittel wie Most, Konfitüre oder Mehl.

Die Auslieferung startete im März 2010 mit 50 Körben, inzwischen sind es bereits mehr als 180 geworden. Es gibt einen kleinen und einen grossen Korb. Dazu kann zwischen drei verschiedenen Korbtypen gewählt werden (vegan, vegetarisch oder mit Fleischprodukten).

Die Körbe werden in der Stadt Bern in verschiedene Depots geliefert. Dort können die Körbe am Mittwoch jeweils abgeholt werden.

Statuten von soliTerre

Charta des Verbandes der Vertragslandwirtschaft FRACP